Kaktus-Vase-Deko-DIY-florapress
1. Februar 2019

Mein kleiner grüner Kaktus

Man sieht sie zurzeit überall: Kakteen sind wieder angesagt. Die bizarren grünen Kerlchen scheinen so beliebt zu sein wie nie zuvor! Als Zimmer-Mitbewohner sind die piksigen Gesellen sehr umkompliziert. Wir zeigen euch, wie ihr eure vier Wände mit Kakteen verschönert und was ihr über Kakteen wissen solltet.

 

Nicht ohne meinen Kaktus!

Man kann sie im Supermarkt kaufen, im Gartencenter und sogar in schwedischen Möbelhäusern sind sie in großer Auswahl erhältlich. Kakteen. Die bizarren grünen Kerlchen scheinen so beliebt wie nie zuvor zu sein! Als Zimmer-Mitbewohner sind die piksigen Gesellen in der Tat sehr unkompliziert. Sie benötigen lediglich ein sonniges Plätzchen und einen Topf mit sandiger Erde (am liebsten Kakteen-Substrat). Gegossen werden Kakteen wahrlich wenig.

In der Wachstumszeit (Frühjahr/Sommer/Herbst) reicht es aus, die Pflanzen einmal in der Woche zu gießen; je nach Wärme. Zur Winterzeit braucht ihr eure Kakteen nur alle zwei Wochen zu wässern. Da kommt es auch darauf an, wo die Pflanzen stehen. Verbringen sie den Winter an einem hellen, kühlen Platz in der Wohnung, dann reicht eine Wassergabe pro Monat. Stehen die Kakteen jedoch im warmen Wohnzimmer, solltet ihr alle 14 Tage gießen.

Kakteen

Kaktus-Wissen

Die meistens leicht dicklich, rund und bizarre Wuchsform macht die Faszination aus, die von Kakteen ausgeht. Ihre festen, prall gefüllt aussehen Körper haben sich die Pflanzen zugelegt, weil sie am ihren Naturstandort – trockene (Wüsten)regionen – selber Wasser speichern müssen. Manche Arte lagern im Stamm Wasser ein; andere in dicken Blättern. Vor der Sonne schützen sich Kakteen häufig mit einer grauen, silbrigen Oberfläche und auch mit längere wolliger „Behaarung“. Und damit keine Vögel oder andere Tiere ihren Wasservorrat klauen, schützen sich Kakteen zusätzlich mit Dornen. Fressfeinde haben keine Chance!  🙂

Es gibt lange und kurze Dornen; und sogar Dornen mit Widerhaken! Es haltet sich bei Kakteen tatsächlich um Dornen und nicht um Stacheln, denn Stacheln könnte man vom Pflanzenkörper „abbrechen“ ohne, dass die Pflanze geschädigt wird. Versucht man einen Kaktus zu „entstacheln“, wird das nicht gelingen, ohne ihn zu verletzten.

Kakteen
Die Dornen von Kakteen sind (ziemlich) fest mit dem Kaktus-Pflanzenkörper verbunden. Kakteen tragen als Dornen und keine Stacheln – botanisch gesehen! Dornen sind umgewandelte Teile der Stamms oder umgewandelte Blätter und somit ein (fester) Teil der Pflanze.

Deko mit Kakteen

Kakteen in bemalten Tontöpfen

Mit Kakteen könnt ihr super dekorieren. Kakteensammlungen lassen sich sehr dekorativ in Topfgruppen auf Regalen, Tischen oder dem Fensterbrett präsentieren. Wer mag, verwendet für alle Kakteen einheitliche Übertöpfe oder pflanzt die kleinen Dickmännchen einfach in schlichte Tontöpfe, die es preiswert im Gartencenter oder Baumarkt zu kaufen gibt. Im Trend liegen aber auch Topfgruppen mit unterschiedlichen Topfarten, die sich zum Beispiel in Größe und Material unterscheiden, aber durch eine harmonische Farbgebung wiederum gut zusammenpassen.

Kakteen-Deko

It´s teatime! Kakteen und Sukkulenten machen auch in ungewöhnlichen "Töpfen" etwas her. Zum Beispiel in Omas Tee-Geschirr.

Kakteen-Deko

Hängepartie: Kakteen lasssen sich in ein Einmachglas oder Windlicht platzieren und können so in der Wohnung aufgehangen werden.

Raum mit Kakteen-Deko

Größere Kakteen sehen in Einzelstellung toll aus. Ein XXL-Säulen-Kaktus, zum Beispiel Cereus-Arten, kann der Hingucker im Wohnzimmer werden oder ein so genannter Schwiegermutter-Sessel (Botanischer Name: Echinocactus grusonii) den Flur oder das Esszimmer schmücken.

Raum mit Kakteen-Deko

Auch kleine Wüstenlandschaften könnt ihr errichten, in dem ihr mehrere Mini-Kakteen zusammen in eine Schalen oder einen Kasten pflanzt; einen kleinen Holzliegestuhl dazu… und fertig ist die Urlaubs-Oase fürs Zimmer. Daran haben nicht nur Nachwuchs-Gärtner Spaß!

Kakteen-Deko

Wer überhaupt gar keinen grünen Daumen hat und noch nicht einmal Kakteen am Leben hält, der muss nicht traurig sein! Zur Not kann man sich auch eine unechte Kakteen-Deko basteln bzw. stricken oder häkeln. Wie hier die Kakteen aus Wolle.

Kakteen umpflanzen

Irgendwann wird ein Topf auch für einen Kaktus mal zu klein oder die Erde muss erneuert werden. Das Umtopfen erfordert bei Kakteen ein wenig Geschick und Einfallsreichtum, damit man sich nicht pikst. Also, am besten erst einmal dicke Arbeitshandschuhe anziehen. Wer mit festeren Handschuhe nicht gut arbeiten kann, der sollte wenigstens Gummihandschuhe tragen, damit sich Kaktusdornen mit Widerhaken nicht in die Haut festhaken können. Den Kaktus könnt ihr mit einem Stück Zeitungspapier umwickeln und so „anfassen“ oder ihr benutzt eine ausrangierte Küchenzange.

Und so wird der Kaktus umgetopft:
  1. Kaktus aus dem altem Topf herausholen. Wenn die Wurzeln bereits zu einem festen Ballen zusammengewachsen sind, dann wird dieser Wurzelballen mit einem kleinen Spachtel oder einer alten Gabel ein bisschen aufgelockert.
 
  1. Der neue Topf sollte ein wenig größer sein als der alte; logisch! 🙂 Zunächst wird der Boden mit neuer sandhaltiger Blumenerde aufgefüllt. Spezielle Kakteenerde könnt es in Gartencentern kaufen. Kakteen mögen nämlich nur schön wasserdurchlässige Erde, die auch nicht zu nährstoffhaltig sein sollte. Wer keine Kakteenerde vorrätig hat, der mischt normale Blumenerde mit Sand – Das funktioniert auch.
 
  1. Dann wird der Kaktus in den neuen Topf hineingestellt und der Topf mit Erde aufgefüllt. Tipp: Dabei leistet eine Mini-Schaufel oder ein alter Esslöffel gute Dienste.
 
  1. Zum Schluss die Erde gut festdrücken und den Kaktus gießen. Später wird während der Sommerzeit Kakteendünger verabreicht (Dosierungshinweise beachten!).
 
  1. WICHTIG: Der Topf muss auf jeden Fall ein Loch am Boden haben, damit überschüssiges Gießwasser ablaufen und sich nicht im Topf anstauen kann. Nasse Füße mögen Kakteen gar nicht!
Credits

Text: Bettina Rehm-Wolters

Fotos: florapress, AdobeStock, Bettina Rehm-Wolters (Deko & Styling: Heike Schierholz)

Umsetzung: Redaktionsbüro "Lust auf grüne Ideen"

 

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