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3. Oktober 2018

Ausflugstipps für Hannover

Auf in unsere Hauptstadt!

Kurztrip nach Hannover: Hannover hat das Image der Grauen Maus längst abgelegt. In Niedersachsens Hauptstadt gibt es eine lebhafte Musikszene, Spitzenforschung und mit der Eilenriede den größten Stadtwald Europas. Wir haben Tipps für einen spannenden Tag in Hannover zusammengestellt. Viel Spaß!

Alles auf einen Blick

Hannover

Hannover ist die Hauptstadt Niedersachsens und wurde 1150 erstmals urkundlich erwähnt. Hannover ist ein europäisches Verkehrsdrehkreuz, denn in und bei Hannover kreuzen sich wichtige Straßen- und Schienenwege der Nord-Süd- und Ost-West-Richtung. Hannover ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort und eine überregional bedeutende Einkaufsstadt. Die Kulturszene gilt mit zahlreichen und zum Teil international renommierten Theatern, Museen und Konzertsälen als vielfältig. Jährlich finden internationale Theater-, Musik- und Tanzfestivals statt. Einwohner: 536.000

Tipp 1: Überblick verschaffen

Das Neue Rathhaus in Hannover ist einen Besuch wert.
Das 1913 erbaute Neue Rathaus in Hannover ist einen Besuch wert. In der großen Innenhalle stehen mehrere Modelle Hannovers. Sie zeigen frühe Fachwerkzeiten, die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und die heutige Landeshauptstadt. Aber neben dem theoretischen Überblick bietet das Rathaus auch einen echten Ausblick: Der Schrägfahrstuhl, einer von nur wenigen weltweit, führt auf die Aussichtsplattform. Von hier sieht man bei gutem Wetter den Brocken – in jedem Fall hat man einen fantastischen Blick über die Stadt. Und wem oben der Überblick fehlt, kann mit etwas Wissen aus dem Untergrund angeben: das Neue Rathaus steht wegen des weichen Bodens auf 6026 Eichenstämmen.

Tipp 2: Lecker essen

Lecker essen kann man in Hannover im Zurück zum Glück.

Bio-Essen im Zurück zum Glück

Zwei Schwestern haben direkt an der Eilenriede ein Kleinod geschaffen – Bio-Essen, gemütlich und lecker. Ob Frühstück, Mittagstisch, Kaffee oder Snacks, hier macht es eigentlich immer Spaß.

Hindenburgstraße 7, 30175 Hannover

Zurück zum Glück ist ein Cafe in Hannover. Hier kann man leckeres Bio-Essen genießen.
Zurück zum Glück ist ein Bio-Café in Hannover.

Café 24 Grad

Cafe 24 Grad in Hannover

Das 24Grad für Kaffee-Nerds:

Der E-Damm ist die bodenständige Flaniermeile der Stadt, die Lebensader im Norden. Wer eine Pause vom quirligen Leben hier braucht, geht ins 24Grad. Hier gibt es Kaffee mit fast jeder Zubereitungsart, heiß und kalt. Dazu bietet das Team der Kaffee-Nerds auch Seminare und Kaffeerösten an. Man kann aber auch einfach eine Hausmischung aus der Runter-Drück-Kanne genießen und dabei in 60er-Sesseln dem Treiben auf dem E-Damm zuschauen.

Engelborster Damm 52, Hannover

Das Cafe 24 Grad in Hannover bietet Kaffee in jeglicher Form an.
Im Café 24 Grad in Hannover trinkt man leckeren Kaffee.
Es gibt ja viele Eisdielen, die machen zum Herbststart zu. Weil die Besitzer in den Süden fahren, um dort zu überwintern, oder weil der Winter für viele wohl keine Eis-Zeit ist. Nicht so bei Frioli, der vielleicht leckersten Eismanufaktur der Stadt, direkt am Lindener Marktplatz. Chefin Tanja Menz ist keine Italienerin, das macht sie aber durch eine besondere Liebe zu ihren Zutaten wett. Nur ein Beispiel: Gibt es das Käsekucheneis, dann backt Tanja vorher dünnen Käsekuchen und rührt diesen in das Eis. In der kalten Jahreszeit kommen auch Waffeln und Flammkuchen verstärkt auf die Speisekarte. Stephanusstraße 8, Hannover
leckeres Eis gibt es in der Eismanufaktur Frioli in Hannover

Frioli Eismanufaktur

Eisdiele Frioli in Hannover von außen

Tipp 3: Action

Hafven - alles, was Krach macht Selbermachen ist die beste Action. Ein guter Ort dafür ist der Hafven in der Kopernikusstraße. Im schwarze Betonbau mit einem Café im Erdgeschoss, das hier Cafve heißt, haben sich die Macher von Die Werke und Edelstall zusammengetan. Das Ergebnis: Eine Community-Werkstatt und Co-Working und gleich ein eigenes Stadtteilzentrum. In den Werkstätten kann man sich stundenweise einmieten und alles machen, was Krach macht – und Altes reparieren oder Neues schaffen. Machen, Lernen, Inspirieren – das ist das Motto im Hafven. Kopernikusstraße 14, Hannover    
Das Hafven in Hannover ist eine Community-Werkstatt.
Im Hafven in Hannover treffen sich Menschen und mieten eine Werkstatt, um hier mit anderen Menschen zu arbeiten und tüfteln.

Hochseilgarten Eilenriede

Die Eilenriede haben wir schon kurz erwähnt. Der große Stadtwald ist die grüne Lunge Hannovers. Hier kann man spazieren oder auch auf einen der vielen Spielplätze einkehren. Wer Spaß und Action für Kids sucht, bringt die Kleinen zum Seilgarten Hannover mitten in der Eilenriede. Hier können Kinder und Jugendliche in luftiger Höhe durch die Bäume klettern. Und wer es ruhiger mag, für den gibt es unten den wunderschönen Wakitu-Spielplatz mit Pommes- und Eisbude.
Hochseilgarten in der Eilenriede in Hannover
Im Hochseilgarten in der Eilenriede in Hannover kann man in Bäumen klettern
Im Stadtwald Eilenriede in Hannover kann man im Hochseilgarten klettern und Spaß haben.

Tipp 4: Angucken

Lebenswertes Linden Linden ist der vielleicht spannendste Stadtteil Hannovers. Wer nur Zeit für einen Stadtspaziergang hat, der sollte sich das Viertel im Westen anschauen, das noch bis 1920 eine eigenständige Stadt war – was einen besonderen Lokalpatriotismus der Lindener erklärt. Die klassische körperliche Arbeit ist aus dem Arbeiterkiez fast gänzlich verschwunden. Ein schönes Beispiel: Die ehemalige Bettfedernfabrik an der Ihme ist heute das Kulturzentrum Faust (Zur Bettfedernfabrik 3, Hannover). Bühnen, Flohmarkt, Ausprobier- und Kreativ-Räume im Ziegelsteinambiente, wo früher hart geschafft wurde. Das Viertel ist ein Treffpunkt der Schrulligen, hier kommen Banker und Punker, Einheimische und Partyfreunde aus dem Rest der Stadt beim Bier auf der Limmerstraße zusammen, für das es mittlerweile sogar ein Verb gibt – limmern. Hier gibt es kleine Klubs wie das Béi Chéz Heinz (Liepmannstraße 7B, Hannover), große Konzertorte wie das Capitol (Schwarzer Bär 2, Hannover), schicke Restaurants, einen lebendigen Samstagsmarkt auf dem Lindener Marktplatz. Aber auch viel Grün an der Ihme oder im Von-Alten-Garten. Hier sieht man noch die Stufen in den Garten führen, die einst zum Lindener Schloss gehörten – anders als die Pendants in Berlin, Braunschweig oder Herrenhausen wurde das Gebäude nicht wieder aufgebaut.
Feiern im Kulturzentrum Faust in Hannover
Kulturzentrum Faust Hannover Party

Sprengel Musuem

Eines der spannendsten Museen in Niedersachsen gäbe es nicht ohne Schokolade - das Sprengel-Museum. Der Schokoladenfabrikant Bernhard Sprengel war mit seiner Frau Margit begeisterter Sammler von moderner Kunst. Das Paar schenkte der Stadt die private Kunstsammlung und unterstützte den weißen Bau am Maschsee, an dem entlang schlendern kann, wer zwischendurch mal eine Pause von Picasso, Schwitters und co braucht. Ein Glanzstück des Museums ist der Nachlass der durch die Nana-Skulpturen bekannt gewordenen Niki de Saint Phalle. Längeren Streit in der Stadt gab es um den Anbau des Museums aus anthrazitfarbenen Beton. Drei Loggien laden hier ein zum Ausruhen und zum Blick auf den Maschsee.
Sprengel Museum Hannover
Das Sprengel-Museum in Hannover für moderne Kunst.
Maschsee Ufer Hannover
Vom Sprengel-Museum ist es nur ein kleiner Fußmarsch zum Maschsee Hannover.
Nanas Skulpturen Kunst in Hannover
Die Nana-Skulpturen sind mittlerweile typisch für Hannover.

Tipp 5: Shoppen

Buchstabenladen Manche Geschäfte verschwinden aus dem Stadtbild. Doch manche der Leuchtbuchstaben, die den Kunden den Weg nach Drinnen wiesen, die bleiben am Leben – zumindest beim Buchstabenladen QWERTZ von Corinna Lorenz in Linden. Sie verkauft ein E, und auch andere Buchstaben und Design-Fundstücke. Wenn ihr mal reingucken wollt, schaut doch schon mal hier. Egestorffstraße 6, Hannover
Corinna Lorenz verkauft in Hannover Buchstaben in ihrem Laden Qwertz
Buchstabenladen Hannover Qwertz
Buchstabenladen Qwertz in Hannover mit Inhaberin Corinna Lorenz

Tipp 6: Mitnehmen

Am besten trinkt man sie auf dem Schützenfest, bestellt direkt einen Meter für sich und Freunde – Hannovers Spezialiät, die Lüttje Lage. Brauer Cord Broyhan erfand 1526 ein obergäriges Bier, das Gründungsbier der Gilde-Brauerei, die bis heute besteht. Dieses Bier ist ein Part der Lüttje Lage, der andere ist ein leichter Korn. Das Trinken des Duos ist nicht ganz leicht, denn man trinkt beides zeitgleich. Mit Daumen und Zeigefinger greift man das Bierglas, mit Mittel- und Ringfinger der selben Hand das Kornglas umgriffen. Beide Gläser setzt man zusammen an die Lippen, sodass, wenn alles gut geht, beide Flüssigkeiten zeitgleich auf die Zunge treffen. Eine genaue "Trink-Anleitung" gibt´s hier für euch: Lütje Lage ohne kleckern.
Lüttje Lage trinkt man in Hannover

Tipp 7: Veranstaltungshighlights in Hannover

 
  • Kleines Fest im Großen Garten: Immer beliebt, immer ausverkauft – deswegen muss man für Karten für das Kleine Fest im Großen Garten schnell sein. Kleinkunst, Shows, Buntes – ein bezauberndes Festival für die ganze Familie
 
  • Schützenfest Hannover: Nicht nur wegen der Lüttjen Lage und dem großen Schützenausmarsch: Wer etwas über niedersächsisches Brauchtum und Vereinsleben lernen will, der geht zum Schützenfest auf dem Schützenplatz, wieder Ende Juni 2019
Info´s rund um Hannover
Hannover Tourist Information Ernst-August-Platz 8 30159 Hannover Telefon Mo – Fr 9 bis 17 Uhr: : +49 511 12345111 E-Mail: info@hannover-tourismus.de
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Credits

Text: Gerd Schild

Fotos: HMTG (Lars Gerhardts, Martin Kirchner),

Philipp von Ditfurth, Herling/Werner, Sprengel Museum Hannover,

Archiv, privat

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