Kuehlschrank_Frau
30. Mai 2018

11 Tipps: So bewahrst du Lebensmittel richtig auf

Kühlschrank Kniffe für Obst, Gemüse und Fleisch

Kommen Bananen in den Kühlschrank? Entfernt man das Grün vom Blumenkohl und in welches Kühlschrankfach sortiert man Fleisch ein? Wir geben euch 11 Tipps, wie ihr Lebensmittel richtig lagert, damit ihr nach dem nächsten Einkauf den Überblick behaltet.

Tipp 1: dieses Gemüse gehört in den Kühlschrank

Möhren und Karotten
Viele Gemüsesorten sind im Kühlschrank am besten aufgehoben. Sie gehören ins Gemüsefach: Das ist etwas wärmer als der Rest des Kühlschranks. Denn obwohl die kalte Luft nach unten sinkt und das unterste Fach damit das Kälteste ist, ist das Gemüsefach ein Sonderfall: Die Schubfächer und die Glasplatte auf dem Fach halten die ganz kalte Luft ab. Ideal, denn bei zu niedrigen Temperaturen verliert Gemüse schnell Vitamine und Aromen. Grundsätzlich gilt: Bevor das Gemüse in den Kühlschrank kommt, muss das Grün, beispielsweise bei Bundmöhren und Blumenkohl, entfernt werden. Das entzieht sonst zu viel Feuchtigkeit. Auch Plastikverpackungen haben meist nichts im Kühlschrank zu suchen. Gewaschen werden sollte das Gemüse aber erst vor der Zubereitung.

Tipp 2: Salate und Kräuter in ein feuchtes Tuch wickeln

Salat, Zitrone, Frühlingszwiebel
Blattgemüse, zum Beispiel Salate oder Spinat, halten sich am besten in ein feuchtes Küchentuch gewickelt. Es kann zusätzlich noch in eine verschließbare Dose oder Schale gelegt werden. Lauch- und Frühlingszwiebeln sowie Kräuter bleiben ebenfalls einige Tage frisch, wenn sie in ein Küchentuch gewickelt sind. Das gleiche gilt für Rosenkohl und Spargel. Letzterer sollte aber nach zwei bis drei Tagen verzehrt werden. Gurke, Paprika und Aubergine gehören in den Kühlschrank. Sie bleiben sogar länger frisch, wenn sie in einem Plastikbeutel mit Luftlöchern gelagert werden. Bis zu einer Woche kann das Gemüse aufbewahrt werden. Frische Bohnen legt ihr am besten locker und trocken in einen Plastikbehälter und stellt diesen in den Kühlschrank. Dann bleiben sie bis zu drei Tage frisch. Frische Erbsen halten, in ein feuchtes Tuch gewickelt, etwa eben so lang. Wurzelgemüse, also Karotten, Schwarzwurzeln, Knollensellerie oder Rüben halten im Gemüsefach des Kühlschranks etwa eine Woche.
Tipps für mehr Ordnung
Für mehr Ordnung im Kühlschrank gibt es unterschiedliche Sortierboxen, beispielsweise diese Aufbewahrungsbox. So lässt es sich platzsparend lagern. Und ihr könnt sogar noch kleine Klebeschilder anbringen, auf denen steht, was in welche Box gehört – dann gibt es in der Küche oder der Familie nie wieder Streit um einen „falsch“ einsortierten Kühlschrank. Eine einfache Übersicht darüber, was wohin in den Kühlschrank gehört, haben wir bei Utopia entdeckt. Hier kommt ihr zum Kühlschrank-Guide. Eine App legen wir Euch auch noch ans Herz: „Zu gut für die Tonne“ heißt eine Initiative, die das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft schon 2012 gestartet hat. In der App könnt ihr beispielsweise Lebensmittel eingeben, die ihr verbrauchen wollt, und findet passende Rezepte angezeigt. Zudem gibt es eine umfangreiche Übersicht, wie welche Lebensmittel gelagert werden sollen.    

Tipp 3: Kohlköpfe nicht halbieren

Rotkohl
Rotkohl und Weißkohl fühlen sich im kühlen Keller wohl, lassen sich aber auch im Kühlschrank bis zu drei Wochen aufbewahren. Unser Tipp: Wird der Kohl nach und nach verarbeitet, den Kohlkopf nicht in der Mitte durchschneiden, sondern immer die Anzahl an Blättern, die ihr benötigt, entfernen. Vor der nächsten Verwendung dann die äußeren, trockenen Blätter entfernen und mit den inneren weiterarbeiten. Pilze halten sich auch im Kühlschrank nur ein bis zwei Tage. Sie sollten aber statt in den Plastikboxen aus dem Supermarkt in Papiertüten gelagert werden.

Tipp 4: Kühlschrank regelmäßig kontrollieren

Frau vor dem Kühlschrank

Tipp 5: Obst erst vor dem Verzehr waschen

Kirschen
Einige Obstsorten sind ebenfalls im Kühlschrank richtig. Dazu gehören beispielsweise Beeren. Locker nebeneinander in eine Dose gelegt, bleiben Beeren wenigstens zwei bis drei Tage frisch und genießbar. Auch hier gilt: Nicht quetschen und matschige Früchte sofort aussortieren. Auch Weintrauben und Kirschen können im Kühlschrank gelagert werden. Gewaschen werden sollten alle Früchte aber erst direkt vor dem Verzehr!

Tipp 6: Äpfel nicht zu nah an anderem Obst und Gemüse lagern

Apfel, Birne, Nektarine
Ja, und dann gibt es diese Früchte, an denen sich die Geister scheiden: Äpfel und Birnen beispielsweise, oder auch Nektarinen. Es gibt die Kühlschrankbefürworter: Ungewaschen halten sie sich dort am längsten. Und es gibt diejenigen, die sagen: Dort verlieren sie ihr Aroma, ab in die Speisekammer damit. Wir sagen: Einen großen Unterschied haben wir noch nicht festgestellt. Wo das Obst landet, kommt immer darauf an, wer eingekauft hat und wie viel Platz noch im Kühlschrank ist… Achtung ist bei Äpfeln aber geboten, weil sie große Mengen vom Reifegas Ethylen abgeben. Also lieber nicht zu dicht an anderem Obst und Gemüse lagern.

Schnell gelesen: Den Kühlschrank richtig sortieren

Gemüse ins Gemüsefach, Fleisch direkt darüber und Eier in die Tür. Auch Getränke sind in der Tür richtig, außerdem fertige Saucen, Senf, Ketchup und Mayonnaise. In die Mitte des Kühlschranks kommen Milch- und Milchprodukte wie Quark, Käse und Joghurt, außerdem Aufschnitt. Wenn Käse- und Aufschnittpackungen angebrochen werden, kommen die Reste am besten in Glas- oder Plastikboxen. Darin bleiben sie frisch und können keinen Geruch abgeben. Ins obere Fach könne Produkte, die es nicht besonders kalt brauchen – Marmeladen, Pesto, oder die Reste vom Mittagessen, außerdem eingelegtes Obst und Gemüse, beispielsweise Oliven oder getrocknete Tomaten.

Tipp 7: Zwiebeln, Kartoffeln, Tomaten und Zucchini gehören nicht in den Kühlschrank

Zwiebeln
Wer Glück hat, hat eine Speisekammer oder einen gut durchlüfteten Keller. Denn die meisten Obstsorten und auch einiges Gemüse lässt sich bei Temperaturen zwischen 12 und 15 Grad Celsius und wenig Licht am besten lagern. Dazu gehören beispielsweise Zwiebeln. Die halten mehrere Wochen. Dabei gilt: Je schärfer die Zwiebel, desto länger lässt sie sich lagern. Kartoffeln können ebenfalls über einen langen Zeitraum gelagert werden. Trocken und nicht zu kalt ist dabei die Devise. Wer sie in den Kühlschrank legt, wundert sich später über den süßen Geschmack: Bei weniger als 5 Grad Celsius wird nämlich die Stärke der Kartoffeln in Zucker umgewandelt. Tomaten und Zucchini ist es im Kühlschrank zu kalt. Sie halten sich ebenfalls besser in der Speisekammer. Bei Paprika, Gurken und Auberginen scheiden sich die Geister – manche sagen, dass auch sie im Kühlschrank zu viel Aroma verlieren und sortieren sie lieber in die Speisekammer ein. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen, Clementinen oder Grapefruits dürfen nicht zu kalt gelagert werden. Legt sie locker nebeneinander, da sie ganz empfindlich auf Quetschungen reagieren. Einige Stunden, bevor ihr sie verzehrt, legt sie in die warme Küche: Dann entfalten sie ihr volles Aroma.

Tipp 8: Banane, Mango, Melone und Ananas gehören nicht in den Kühlschrank

Bananen
Exotische Früchte wie Banane, Mango, Melone oder Ananas dürfen nicht in den Kühlschrank, auch sie halten sich am besten in der Speisekammer. Kein Wunder: Wirkliche Kälte kennen sie ja nicht. Das gilt besonders für Bananen: Sie bekommen im Kühlschrank schnell braune Flecken. Grundsätzlich gilt: Lieber etwas zu warm als zu kalt. Wer also keinen geeigneten Keller oder eine Speisekammer hat, sollte die Lebensmittel in der Küche lagern.

Tipp 9: Hackfleisch im unterem Kühlschrank-Fach lagern

Hackfleisch
Fleisch sollte immer möglichst frisch sein. Bakterien vermehren sich sehr schnell. Daher gilt: Schon beim Einkauf sollte Fleisch in der Kühltasche landen. Im Kühlschrank ist es dann im untersten Fach, direkt über dem Gemüsefach, am besten aufgehoben. Hier sind die Temperaturen am niedrigsten. Je mehr Oberfläche vorhanden ist, desto mehr Angriffsfläche haben die Bakterien. Deshalb hält sich kleinteiliges Fleisch wie Hack, Gulasch oder Geschnetzeltes wirklich nur kurz – ihr solltet es am Einkaufs- oder spätestens am Folgetag verarbeiten. Große Stücke wie Braten oder Steaks halten schon mal drei bis vier Tage. Vorsicht ist bei Geflügelfleisch geboten. Das ist nur ein bis zwei Tage haltbar. Gerade bei Fleisch gilt: Verlasst Euch auf Eure Sinne. Riecht das Fleisch süßlich oder unangenehm, sieht es schmierig aus und gibt auf Druck stark nach, dann entsorgt es lieber. Unser Tipp: Kauft ihr das Fleisch beim Schlachter, könnt ihr euch beraten lassen, wie lange die Stücke noch verarbeitet werden können.

Tipp 10: Eier in die Kühlschranktür

Fische Eier im Kühlschrank
Eier werden im Supermarkt oder Hofladen nicht gekühlt. Zuhause landen sie dann aber meist doch im Kühlschrank. Sind sie dort einmal drin, sollten sie nicht mehr an einem wärmeren Ort gelagert werden. Die Tür – der wärmste Ort im Kühlschrank – ist aber absolut ausreichend. Dann halten sich die Eier wirklich lange.

Tipp 11: Wie lagere icgh trockene Lebensmittel, wie Mehl, Zucker und Nudeln?

Einmachgläser auf dem Regal
Trockene Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Haferflocken oder Nudeln füllt am besten immer in Vorratsdosen um. Dann sind sie geschützt vor Vorratsschädlingen wie Mehlmotten. Die Gläser oder Dosen sollten dunkel stehen und bestenfalls kühl – also nicht unbedingt im Schrank neben der Spülmaschine oder dem Ofen. Auch hier gilt: Glücklich ist, wer eine Speisekammer hat.
Credits

Text: Charlotte Wolframm

Fotos: Fotolia, Pixabay

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