BnB Sahara, Lüneburg
28. Februar 2017

Zimmer frei in Lüneburg!

Der eine hat's geerbt, der andere gesucht und gefunden: Wunderschöne Häuser mit Charme und Geschichte. Warum sollen wir nur unter uns bleiben, dachten sich vier Hausherren und öffneten ihre Räume für Gäste. Heute stellen wir euch mit dem Lüneburger Bed & Breakfast SahaRa ein Stück Afrika in Niedersachsen vor.

Alles auf einen Blick

Lüneburg

Landkreis: Lüneburg
Einwohner: 76.449
Erstmals urkundlich 
erwähnt: 956

Bed&Breakfast SahaRa in Lüneburg

Ein Herz für Afrika: Gedämpftes Licht, warme Farben, Bilder und Kunstobjekte aus Afrika an den Wänden – schnell wird klar, wofür das Herz von Gastgeberin Susanne Radtke schlägt: Bed & Breakfast „SahaRa“ ist auf dem Eingangsschild zu lesen. Dabei war die 45-Jährige noch nie in der Sahara, wie sie bei der Begrüßung lachend gesteht. "SahaRa setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen meiner Familie und dem Nachnamen zusammen.“ Gleichzeitig ist der Name aber auch eine Hommage an Afrika.

Bed&Breakfast SahaRa in Lüneburg ist eine Hommage an Afrika

Nur ein paar Schritte vom Lüneburger Rathaus entfernt, vorbei an den Touristen-Pferdekutschen und deren duftenden Hinterlassenschaften, geht es über das Kopfsteinpflaster nach Afrika. Na ja, das ist nun doch ein wenig übertrieben. Aber biegt man in die Reitende-Diener-Straße ab und betritt das rote Fachwerk-Reihenhaus mit der Nr. 3, scheint die historische Hansestadt plötzlich ganz weit weg. 

Schon immer habe Susanne Radtke vom Ausland geträumt, erzählt Radtke. Nach ihren beiden Ausbildungen zur Hotelfachfrau und zur biologisch-technischen Assistentin hat die gebürtige Schleswig-Holsteinerin vier Jahre in Namibia auf einer Gästefarm gearbeitet – viel länger als eigentlich geplant. Wieder zurück im deutschen Arbeitsalltag, ergab sich für die inzwischen zweifache Mutter durch den Jobwechsel ihres damaligen Ehepartners die Möglichkeit zum Neubeginn. Die Familie zog nach Lüneburg, eine Stadt, die Susanne Radtke bis dahin nur von einem Schulausflug kannte. 

SahaRa in Lüneburg mit Afrika-Charme
SahaRa Bad&Breakfast in Lüneburg für Afrika-Fans
Das Bed&Breakfast SahaRa in Lüneburg steht unter Denkmalschutz
In dem denkmalschutzgerecht sanierten Altstadthaus gibt es 3 Doppel- und 2 Familienzimmer für bis zu 4 Personen, 1 Ferienwohnung im Dachgeschoss und einen kleinen Garten im Innenhof.

Individuell und zentral

Schon bald stellte sie fest, dass es hier an Touristen nicht mangelte, sehr wohl aber an „kleinen, netten, individuellen und zentralen Unterkünften.“ Diese Marktlücke hat Radtke geschlossen: mit ihrem B&B in einem denkmalgeschützten Haus von 1720 mitten in Lüneburg. Nach dem Kauf der Immobilie und einer Grundsanierung konnte es im Mai 2009 losgehen: Kaum war das B&B eröffnet, standen die Gäste vor der Tür. „Das war schon sehr aufregend – und natürlich erfreulich, dass es gleich so gut angenommen wurde.“

Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Inzwischen beschäftigt Susanne Radtke fünf Mitarbeiterinnen, die sich um die Zimmer und um das Frühstück kümmern, das an einem großen Tisch in der Wohnküche serviert wird. 

B&B Küche im SahaRa Lüneburg
B&B in Lüneburg SahaRa
Warme Farben, individuelle Einrichtung. Jedes Zimmer hat seinen eigenen Charme.
B&B Lüneburg SahRa

Aufwand der sich lohnt

Die meisten Gäste sind Stadturlauber, die nur ein oder zwei Nächte bleiben. Es ist ein ständiges Ein- und Auschecken, und die B&B-Chefin – nach eigenen Worten eigentlich nicht so ein Büromensch – ist vor allem mit der Organisation beschäftigt: „Papierkram, Buchungen, Korrespondenz und so weiter. Dass da so ein Aufwand dahintersteckt, hätte ich nicht gedacht!“ 
Ich bin immer wieder überrascht, was für nette Menschen sich hier einquartieren. Es wird nie langeweilig. – Susanne Radtke –
Mittags, wenn ihre beiden Söhne aus der Schule kommen, wechselt Susanne Radtke vom B&B in ihr eigenes Zuhause, das nur ein paar Minuten entfernt liegt. Sie ist ganz froh über den räumlichen Abstand: „Ich möchte diese Arbeit noch lange machen, aus dem Grund ist es wichtig, sich auch mal zurückziehen zu können. Und auch meinen Gästen möchte ich Privatsphäre bieten.“ 

Meistens geht's nach Afrika!

Auch wenn sie nicht immer vor Ort sein muss, bleibt es dennoch ein Rund-um-die-Uhr-Job. „Man hat nie so richtig Feierabend. Ich bin permanent erreichbar, zuständig, abrufbar.“ Umso mehr weiß es Radtke zu schätzen, dass sie sich auf ihre Mitarbeiterinnen voll und ganz verlassen kann. „Jede von ihnen ist schon lange dabei, ohne sie wäre ich aufgeschmissen!“ So ist für Susanne Radtke sogar ein Urlaub drin, einmal im Jahr für zwei Wochen – meistens geht’s nach Afrika.
B&B Lüneburg SahaRa
Hier lässt es sich entspannen
Interessante Begegnungen und internationales Flair hat sie aber auch in Lüneburg jeden Tag. „Es wird nie langweilig. Ich bin immer wieder überrascht, was für nette Menschen sich hier einquartieren. Die meisten suchen sich dieses Haus ganz bewusst aus. Ich kann mir nichts Besseres vorstellen. Es passt!“ 
B&B SahaRa in Lüneburg
Credits

Text: Tanja Suhr 
Fotos: Dennis Williamson

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